Dieser Ratgeber erklärt, welches Fundament ein Carport braucht, wie Punktfundamente für Holz- und Metallcarports aussehen, wie tief sie reichen müssen und was bei Geräteraum, Einfahrt und Grundstücksgrenze zu beachten ist.
In den meisten Fällen Punktfundamente, je eines unter jedem Pfosten. Eine durchgehende Bodenplatte ist für einen offenen Carport nicht nötig.
Ein Carport besteht aus Dach, Pfetten und vier bis sechs Pfosten, beim Doppelcarport oft mehr. Jeder Pfosten gibt seine Last punktuell ab, und genau dafür ist das Punktfundament gemacht. EinStreifenfundament kommt dazu, wenn eine Rück- oder Seitenwand auf einem Sockel steht, eine Bodenplatte, wenn ein Geräteraum einen festen, trockenen Boden bekommen soll. Die Fläche unter dem Auto ist dagegen kein Fundament: Pflaster, Rasengitter oder Schotter werden als eigener Belag geplant und tragen den Carport nicht.

Ein Punktfundament ist ein frostfrei gegründeter Betonblock, in dem oben ein Pfostenträger sitzt. Welcher Träger passt, hängt vom Material des Carports ab.
Der Ablauf: Pfostenstellen nach Plan abstecken, Loch bis unter die Frostgrenze ausheben, bei Bedarf ein Schalrohr setzen, betonieren und den Pfostenträger einsetzen oder später aufdübeln. Alle Träger müssen in einer Flucht und auf der geplanten Höhe liegen, sonst passt das vorgefertigte Dach nicht.
Holzcarport: Holzpfosten werden nicht einbetoniert. Sie stehen auf einem Pfostenträger aus verzinktem Stahl, etwa einem H-Anker, der sie mit Abstand über dem Boden hält. So läuft Spritzwasser ab und das Hirnholz trocknet nach Regen wieder ab; das entspricht dem konstruktiven Holzschutz nach DIN 68800. Stahl- und Aluminiumcarport: Die Pfosten haben meist eine Fußplatte, die mit Ankern oder Schwerlastdübeln auf dem Fundament befestigt wird. Welche Anker und Abstände nötig sind, steht in der Montageanleitung des Herstellers.
Die Unterkante muss unter der Frostgrenze liegen — in weiten Teilen Deutschlands werden dafür rund 80 Zentimeter angesetzt. Verbindlich sind die Angaben aus Statik und Montageanleitung.
Liegt ein Fundament zu flach, hebt gefrierendes Bodenwasser es im Winter an, und der Carport verzieht sich. Wie tief der Frost eindringt, ist regional verschieden; in kalten Lagen und bei bindigen Böden wie Lehm reicht die Gründung tiefer. Bei einem Carport kommt eine zweite Aufgabe dazu: Das Dach ist offen, Wind greift darunter und versucht es anzuheben. Die Fundamente müssen deshalb nicht nur Schnee tragen, sondern den Carport auch gegen Abheben halten — über ihr Gewicht und eine sichere Verankerung des Pfostenträgers. Wie viel Schnee- und Windlast am Standort anzusetzen ist, erklärt der Ratgeber zu Statik und Schneelast.
Sobald Wände dazukommen, ändert sich das Fundament: mehr Windlast an den Pfosten und für den Geräteraum ein fester Boden. Das sollte von Anfang an in der Planung stehen.
Geschlossene Seiten fangen Wind wie ein Segel und leiten ihn über Pfosten und Fundamente in den Boden; die Statik bemisst die Fundamente dann größer. Ein Geräteraum braucht außerdem einen Boden, der eben und trocken bleibt — meist eine kleine Bodenplatte oder ein Streifenfundament mit Plattenbelag. Wer einen Geräteraum oder Seitenwände erst später ergänzen möchte, sagt das am besten schon bei der Fundamentplanung: Nachträglich ein Fundament unter einen stehenden Carport zu setzen, ist möglich, aber mühsam.
Auf Pflaster nicht direkt, auf einer Betonfläche nur nach statischer Prüfung.Pflaster liegt auf Splitt und Schotter und ist für Punktlasten nicht gemacht.
Üblich ist, an den Pfostenstellen einige Steine aufzunehmen, die Punktfundamente zu setzen und das Pflaster danach wieder anzuarbeiten. Eine betonierte Einfahrt kann als Fundament dienen, wenn sie ausreichend dick und bewehrt ist und frostfrei gegründet wurde — das zeigt erst eine Kernbohrung oder ein Blick in die Baupläne. Dübel in einer dünnen, unbewehrten Fläche halten dem Windsog nicht dauerhaft stand.
Auch die Fundamente müssen vollständig auf dem eigenen Grundstück liegen. Ob der Carport an die Grenze darf und ob er eine Genehmigung braucht, regelt die Bauordnung Ihres Landes.
Viele Landesbauordnungen erlauben Carports an der Grundstücksgrenze unter Auflagen, etwa für Wandhöhe und Länge entlang der Grenze. Wer grenznah baut, sollte bedenken, dass ein Fundament breiter ist als der Pfosten darauf: Ragt es unter der Erde auf das Nachbargrundstück, ist das ein Überbau. Planen Sie die Pfosten deshalb mit etwas Abstand zur Grenze oder klären Sie den Fall vorher mit dem Nachbarn. Einen Überblick über die Regeln der Bundesländer gibt der Ratgeber zur Baugenehmigung.
Punktfundamente für einen Carport lassen sich in Eigenleistung herstellen, wenn Lage, Tiefe und Höhe exakt nach Plan stimmen. Was ein Fundament kostet, hängt vor allem von Zahl und Größe der Fundamente und vom Boden ab.
Aushub und Betonieren sind für geübte Heimwerker machbar. Fehler bei Flucht und Höhe der Pfostenträger merkt man allerdings erst, wenn das Dach nicht passt. Klären Sie vorher, ob der Montagebetrieb auf selbst gesetzten Fundamenten aufbaut. In die Kosten fließen die Zahl der Pfosten, die nötige Tiefe, der Boden, der Zugang für Aushub und Beton, das Aufnehmen und Wiederverlegen von Pflaster und ein eventueller Geräteraum mit Bodenplatte ein. Einen belastbaren Preis nennt erst ein Angebot; liegt Ihnen schon eines vor, holen Sie unten ein Vergleichsangebot ein.
Vergleichsangebot
Sie planen einen Carport oder haben schon ein Angebot für Fundament und Aufbau? Über unser Netzwerk aus Fachbetrieben bekommen Sie ein Vergleichsangebot. Laden Sie Ihr vorhandenes Angebot einfach hoch.
Meist ein Punktfundament unter jedem Pfosten. Ein Streifenfundament kommt dazu, wenn Rück- oder Seitenwände auf einem Sockel stehen, eine Bodenplatte, wenn ein Geräteraum einen festen Boden bekommt. Die Fläche, auf der das Auto steht, ist kein Fundament, sondern ein eigener Belag.
So tief, dass die Unterkante unter der Frostgrenze liegt. In weiten Teilen Deutschlands werden dafür rund 80 Zentimeter angesetzt, in kälteren Lagen und bei bindigen Böden mehr. Größe und Bewehrung gibt die Statik bzw. Montageanleitung des Carports vor.
Besser nicht. Einbetonierte Holzpfosten stehen dauerhaft in Feuchtigkeit und faulen am Übergang zum Beton. Üblich sind Pfostenträger aus Stahl, etwa H-Anker, die den Pfosten mit Abstand über dem Boden halten, damit Spritzwasser abläuft und das Holz abtrocknen kann. So sieht es auch der konstruktive Holzschutz nach DIN 68800 vor.
Auf Pflaster nicht direkt: Pflaster liegt auf Splitt und Schotter und trägt keine Punktlasten. An den Pfostenstellen werden Steine aufgenommen, Punktfundamente gesetzt und das Pflaster wieder angearbeitet. Eine vorhandene Betonfläche kann reichen, wenn die Statik Dicke, Bewehrung und Gründung bestätigt.
Von der Zahl der Pfosten, der nötigen Tiefe und Größe der Fundamente, dem Boden, dem Zugang für Aushub und Beton und davon, ob vorhandenes Pflaster aufgenommen werden muss. Ein Geräteraum mit Bodenplatte erhöht den Aufwand. Einen belastbaren Preis nennt erst ein Angebot nach Besichtigung oder auf Basis von Fotos und Maßen.
Ausführungen, Materialien und Ab-Preise inklusive Montage stehen auf der Seite zum Carport aus Polen. Wie Fundamente für Wintergarten und Terrassendach geplant werden, erklären die Ratgeber zum Wintergarten-Fundament und zum Fundament für die Terrassenüberdachung.
Vier Fragen, 60 Sekunden, keine Verpflichtung. Die Preisspanne sehen Sie, bevor Sie irgendwelche Daten hinterlassen.
Preis berechnen