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Wintergarten-Lexikon: 66 Fachbegriffe kurz erklärt

Ug-Wert, Glasfalz, Rinnenprofil, Verfahrensfreiheit: Wer Angebote für einen Wintergarten vergleicht, liest viele Begriffe, die sonst kaum vorkommen. Hier stehen sie von A bis Z, jeweils in wenigen Sätzen.

Das Lexikon erklärt deutsche Fachbegriffe aus Konstruktion, Glas, Dach, Statik, Baurecht und Beschattung. Jeder Begriff hat einen eigenen Anker, sodass Sie ihn direkt verlinken oder aus einem Angebot heraus nachschlagen können.

So nutzen Sie das Lexikon

Springen Sie über die Buchstabenleiste zum gesuchten Begriff. Die wichtigsten Begriffe für den Angebotsvergleich sind Ug-, Uw- und Uf-Wert, ESG und VSG, thermische Trennung, Aufmaß und Abnahme. Wo es einen ausführlichen Ratgeber gibt, führt ein Link unter der Definition weiter.

Begriffe von A bis Z

Die Begriffe sind so erklärt, wie sie in Angeboten, Zeichnungen und Bauunterlagen für Wintergärten und Terrassenüberdachungen vorkommen. Normen und Gesetze sind genannt, wo sie für das Verständnis wichtig sind; verbindlich ist im Einzelfall immer der aktuelle Text der Norm oder des Gesetzes.

Fehlt ein Begriff, der in Ihrem Angebot steht? Fragen Sie beim Anbieter nach, was genau gemeint ist. Ein seriöser Hersteller erklärt jede Position seines Angebots, ohne auf Fachsprache auszuweichen. Liegt Ihnen ein Angebot auf Polnisch vor, hilft das Glossar Deutsch–Polnisch mit den wichtigsten Begriffen aus Angebot, Vertrag und Abnahme.

Werkhalle mit dunkelgrünen Wintergarten-Profilen aus Aluminium vor der Verglasung

A

Abnahme

Die förmliche Billigung der fertigen Leistung durch den Auftraggeber nach § 640 BGB. Mit der Abnahme geht die Gefahr auf den Bauherrn über, und die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beginnt. Mängel, die bei der Abnahme sichtbar sind, sollten im Protokoll vermerkt werden.

Mehr dazu: Gewährleistung

Abstandsfläche

Die Fläche vor einer Außenwand, die nach der Landesbauordnung von Gebäuden freizuhalten ist. Sie dient Licht, Luft und Brandschutz. Abstandsflächen gelten auch für Vorhaben, die keine Baugenehmigung brauchen, und sind beim Wintergarten nahe der Grundstücksgrenze oft der entscheidende Punkt.

Anlehnwintergarten

Die häufigste Bauform: Der Wintergarten lehnt sich mit einem Pultdach an die Hauswand an. Die Wand des Hauses bildet eine Seite des Raums, das Dach fällt vom Wandanschluss zur Traufe hin ab.

Aufdachmarkise

Eine Markise, die in Führungsschienen oberhalb des Glasdachs läuft. Sie hält die Sonnenstrahlung ab, bevor sie das Glas erreicht, und ist deshalb der wirksamste Hitzeschutz. Weil sie im Freien liegt, braucht sie einen Windwächter.

Mehr dazu: Beschattung

Aufmaß

Das genaue Vermessen der Einbausituation vor Ort durch den Hersteller oder Montagebetrieb. Erst nach dem Aufmaß werden die Elemente gefertigt; Preise vor dem Aufmaß sind deshalb Richtwerte.

B

Baugenehmigung

Die behördliche Erlaubnis zum Bauen nach der jeweiligen Landesbauordnung. Ob ein Wintergarten eine Baugenehmigung braucht, hängt vom Bundesland, von Größe, Rauminhalt und Beheizung sowie vom Bebauungsplan ab.

Mehr dazu: Baugenehmigung nach Bundesland

Bauvoranfrage

Eine schriftliche Anfrage an die Bauaufsichtsbehörde, mit der einzelne Fragen eines Vorhabens vorab verbindlich geklärt werden, etwa die Zulässigkeit an einem bestimmten Standort. Die Antwort heißt Bauvorbescheid.

Brüstung

Der untere, oft geschlossene Bereich einer Wand bis zur Unterkante der Verglasung. Im Wintergarten wird die Brüstung als Sockelmauer, Paneel oder Glasfeld ausgeführt.

C

CE-Kennzeichnung

Die Erklärung des Herstellers, dass ein Bauprodukt den einschlägigen europäischen Normen entspricht. Für tragende Aluminiumkonstruktionen ist dafür eine Zertifizierung der werkseigenen Produktionskontrolle nach EN 1090 Voraussetzung.

D

Dachneigung

Der Winkel des Dachs gegenüber der Waagerechten, meist in Grad angegeben. Eine ausreichende Neigung lässt Regenwasser und Schmutz ablaufen; welche Neigung ein System mindestens braucht, steht in den Unterlagen des Profilherstellers.

Dachrinne

Die Rinne an der Traufe, die das Wasser vom Dach sammelt und über das Fallrohr ableitet. Beim Wintergarten ist sie häufig in das Rinnenprofil integriert.

E

EN 1090

Die europäische Normenreihe für die Ausführung von Tragwerken aus Stahl und Aluminium. Sie teilt Bauteile in Ausführungsklassen von EXC1 bis EXC4 ein; für Wintergärten und Überdachungen ist EXC2 verbreitet.

EPDM

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, ein synthetischer Gummi für Dichtungen. EPDM bleibt bei Kälte elastisch und ist beständig gegen UV-Strahlung und Ozon, deshalb wird er für Glas- und Profildichtungen verwendet.

ESG (Einscheibensicherheitsglas)

Ein thermisch vorgespanntes Glas, das deutlich bruchfester ist als normales Floatglas und bei Bruch in kleine, stumpfkantige Krümel zerfällt. Im Wintergarten wird ESG vor allem in Seitenwänden und Schiebeelementen eingesetzt.

F

Fallrohr

Das senkrechte Rohr, das das Regenwasser von der Dachrinne zum Boden oder in die Kanalisation führt. Beim Wintergarten verläuft es häufig verdeckt in einem Pfosten.

Faltwand

Ein Glas-Türsystem aus mehreren Flügeln, die über Scharniere verbunden sind und sich beim Öffnen wie eine Ziehharmonika zu einem Paket zusammenschieben. Eine Faltwand gibt nahezu die ganze Öffnungsbreite frei.

Mehr dazu: Glas-Faltwand

First

Die oberste, waagerechte Kante eines geneigten Dachs. Beim Anlehnwintergarten liegt der höchste Punkt am Wandanschluss, beim Satteldach-Wintergarten am Firstprofil in der Mitte.

Frostschürze

Ein umlaufender Fundamentstreifen unter dem Rand einer Bodenplatte, der bis in frostfreie Tiefe reicht. Er verhindert, dass gefrierendes Wasser den Boden anhebt und die Konstruktion verschiebt.

Fundament

Der Unterbau, der die Lasten des Wintergartens in den Baugrund leitet, als Bodenplatte, Streifen- oder Punktfundament. Für einen beheizten Wintergarten braucht die Bodenplatte zusätzlich eine Dämmung.

Mehr dazu: Fundament

G

g-Wert

Der Gesamtenergiedurchlassgrad einer Verglasung. Er gibt an, welcher Anteil der Sonnenenergie durch das Glas in den Raum gelangt. Ein niedriger g-Wert bedeutet weniger Aufheizung im Sommer, aber auch weniger Wärmegewinn im Winter.

Gefälle

Die Neigung einer Fläche, über die Wasser abläuft, etwa beim Dach, bei der Rinne oder beim Boden vor einer Schiebetür. Fehlendes Gefälle führt zu stehendem Wasser und Verschmutzung.

Glasdach

Eine Dacheindeckung aus Glas, beim Wintergarten in der Regel aus Verbundsicherheitsglas, beim beheizten Wintergarten als Isolierglas. Glasdächer lassen viel Licht herein und brauchen deshalb eine Beschattung.

Glasfalz

Die Aussparung im Rahmenprofil, in die die Scheibe eingesetzt wird. Die Tiefe des Glasfalzes bestimmt, wie dick die Verglasung sein kann, und begrenzt deshalb, ob sich Einfachglas später gegen Isolierglas tauschen lässt.

Glasschiebewand

Eine Verglasung aus einzelnen Glasflügeln, die auf parallelen Schienen laufen und sich beim Öffnen hintereinander schieben. Rahmenlose Glasschiebewände mit Einfachglas sind typisch für Terrassenüberdachungen und Sommergärten.

Mehr dazu: Glasschiebewand für die Terrasse

H

Heat-Soak-Test

Eine Heißlagerungsprüfung von ESG nach DIN EN 14179. Dabei werden die Scheiben erhitzt, damit Scheiben mit Nickelsulfid-Einschlüssen schon im Werk brechen statt später am Bau. Geprüftes Glas wird als ESG-H bezeichnet.

Hebeschiebetür

Eine Schiebetür, deren Flügel beim Öffnen über den Griff angehoben wird und dann auf Rollen läuft. Beim Schließen senkt er sich in die Dichtungen ab. Hebeschiebetüren sind dichter als einfache Schiebeelemente und typisch für den beheizten Wintergarten.

I

Isolierglas

Eine Verglasung aus zwei oder drei Scheiben mit einem Zwischenraum, der meist mit Edelgas wie Argon gefüllt ist und durch einen Randverbund abgedichtet wird. Isolierglas ist für beheizte Wintergärten Pflicht.

Mehr dazu: Glas und Verglasung

K

Kaltwintergarten

Ein unbeheizter oder nur frostfrei temperierter Wintergarten. Er dient als Wetterschutz, zum Überwintern von Pflanzen und als Aufenthaltsraum in der Übergangszeit, ist aber kein Wohnraum.

Mehr dazu: Kaltwintergarten

Kondenswasser

Wasser, das sich an Oberflächen niederschlägt, deren Temperatur unter dem Taupunkt der Raumluft liegt. Im Wintergarten bildet es sich zuerst am unteren Scheibenrand, an kalten Profilen und am Wandanschluss.

Mehr dazu: Lüftung

L

Lamellendach

Ein Dach aus drehbaren Aluminiumlamellen, die sich öffnen und schließen lassen. Geöffnet lassen sie Licht und Luft durch, geschlossen sind sie regendicht. Lamellendächer werden oft als Pergola bezeichnet.

Low-E-Beschichtung

Eine hauchdünne Metalloxidschicht auf der Scheibe, die Wärmestrahlung in den Raum zurückwirft. Sie verbessert den Ug-Wert von Isolierglas deutlich und ist bei Wärmeschutzglas Standard.

Luftwechsel

Die Angabe, wie oft das Luftvolumen eines Raums pro Stunde vollständig ausgetauscht wird. Wintergärten brauchen im Sommer ein Vielfaches des Luftwechsels eines normalen Zimmers.

O

Orangerie

Ursprünglich ein Gebäude zum Überwintern von Zitrusbäumen in Schlossgärten. Heute steht der Begriff für Wintergärten mit massiver Dachkante und Glasfläche in der Dachmitte, die Mauerwerk und Glas verbinden.

P

Pfosten-Riegel-Konstruktion

Eine Fassadenbauweise aus senkrechten Pfosten und waagerechten Riegeln, in deren Felder die Glasscheiben eingesetzt und mit Pressleisten gehalten werden. Sie erlaubt große, schlanke Glasflächen.

Plissee

Ein in Falten gelegter Stoffbehang, der sich nach oben und unten verschieben lässt. Für Wintergärten gibt es verspannte Plissees, die auch in Dachflächen und schrägen Feldern halten.

Mehr dazu: Plissee, Rollo oder Jalousie

Polycarbonat

Ein schlagfester Kunststoff, der als Stegplatte mit Hohlkammern für Dächer verwendet wird. Polycarbonat ist leichter und günstiger als Glas, wirkt aber weniger klar und ist bei Regen lauter.

Pultdach

Ein Dach mit nur einer geneigten Fläche. Es ist die Standardform beim Anlehnwintergarten: Der hohe Rand liegt an der Hauswand, der niedrige an der Traufe.

Pulverbeschichtung

Eine Farbbeschichtung, bei der Farbpulver elektrostatisch auf die Aluminiumprofile aufgebracht und im Ofen eingebrannt wird. Sie ist widerstandsfähig gegen Witterung und Kratzer. Gütesiegel wie Qualicoat oder GSB belegen die Qualität des Verfahrens.

R

Raffstore

Eine Außenjalousie aus verstellbaren Aluminiumlamellen, die sich nach oben zusammenziehen lässt. Raffstores sind robuster als Stoffmarkisen und erlauben eine feine Lichtsteuerung.

RAL-Farbe

Eine Farbangabe nach dem RAL-Farbsystem mit vierstelliger Nummer. Bei Wintergärten ist Anthrazitgrau, RAL 7016, besonders verbreitet; andere Farbtöne sind meist gegen Aufpreis möglich.

Rinnenprofil

Das waagerechte Tragprofil an der Traufe, das auf den Pfosten liegt, die Sparren aufnimmt und meist zugleich die Dachrinne bildet. Es trägt einen großen Teil der Dachlast.

S

Satteldach

Ein Dach mit zwei gegeneinander geneigten Flächen, die am First zusammentreffen. Bei Wintergärten wird es vor allem für freistehende oder breite Anbauten gewählt.

Schneelast

Die Last, die Schnee auf ein Dach ausübt, angegeben in Kilonewton pro Quadratmeter. Sie hängt von Schneelastzone und Geländehöhe ab und muss in der Statik des Wintergartens berücksichtigt werden.

Schneelastzone

Eine Einteilung Deutschlands nach der zu erwartenden Schneemenge gemäß DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang, in den Zonen 1, 1a, 2, 2a und 3. Zusammen mit der Höhe über dem Meer ergibt sie die anzusetzende Schneelast.

Sommergarten

Ein unbeheizter Glasanbau, meist mit Einfachglas in den Seiten und Schiebeelementen, der von Frühjahr bis Herbst genutzt wird. Er ist günstiger als ein Wohnwintergarten, aber nicht für den Winter als Wohnraum gedacht.

Mehr dazu: Sommergarten

Sparren

Die geneigten Tragprofile des Dachs, die vom Wandanschluss zum Rinnenprofil laufen und die Dacheindeckung tragen. Ihr Abstand bestimmt die Breite der Dachscheiben.

Statik

Der rechnerische Nachweis, dass eine Konstruktion alle Lasten aus Eigengewicht, Schnee und Wind sicher aufnimmt und in den Boden ableitet. Für genehmigungspflichtige Wintergärten ist er Teil der Bauvorlagen.

T

Taupunkt

Die Temperatur, bei der Luft so weit abgekühlt ist, dass sie den enthaltenen Wasserdampf nicht mehr halten kann. Kühlt eine Oberfläche unter den Taupunkt ab, bildet sich dort Kondenswasser.

Terrassenüberdachung

Ein Dach über der Terrasse auf Pfosten, ohne geschlossene Seitenwände. Sie schützt vor Regen und Sonne, ist aber kein geschlossener Raum. Mit Glasseitenwänden wird daraus ein Sommergarten.

Mehr dazu: Terrassenüberdachung

Thermische Trennung

Ein Kunststoffsteg, meist aus Polyamid, der die innere und die äußere Schale eines Aluminiumprofils verbindet. Er unterbricht den Wärmefluss durch das gut leitende Metall und ist Voraussetzung für einen beheizten Wintergarten.

Traufe

Die untere Kante eines geneigten Dachs, an der das Wasser in die Rinne abläuft. Beim Wintergarten liegt die Traufe auf der dem Haus abgewandten Seite.

U

Uf-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient des Rahmens in W/(m²K), berechnet nach DIN EN ISO 10077-2. Je niedriger er ist, desto weniger Wärme geht über das Profil verloren.

Ug-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient der Verglasung in Scheibenmitte in W/(m²K), berechnet nach DIN EN 673. 2-fach-Isolierglas erreicht etwa 1,1, 3-fach-Isolierglas etwa 0,6.

Unterdachmarkise

Eine Markise, die unterhalb des Glasdachs gespannt wird. Sie ist vor Witterung geschützt und leicht nachzurüsten, hält aber weniger Hitze ab als eine Aufdachmarkise, weil die Strahlung schon durch das Glas gegangen ist.

Uw-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient eines ganzen Fensters oder einer Tür aus Rahmen, Glas und Glasrand in W/(m²K), berechnet nach DIN EN ISO 10077-1. Für beheizte Räume nennt das Gebäudemodernisierungsgesetz Höchstwerte.

V

Verfahrensfreiheit

Vorhaben, die nach der Landesbauordnung ohne Baugenehmigung errichtet werden dürfen. Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei: Abstandsflächen, Bebauungsplan und technische Anforderungen gelten trotzdem.

Viktorianischer Wintergarten

Ein Wintergarten mit mehreckigem Grundriss, steilem, facettiertem Dach und Zierelementen wie Firstkamm und Sprossen, angelehnt an die englische Architektur des 19. Jahrhunderts.

Mehr dazu: Viktorianischer Wintergarten

VSG (Verbundsicherheitsglas)

Zwei oder mehr Glasscheiben, die mit einer reißfesten Folie verbunden sind. Bei Bruch haften die Splitter an der Folie, die Scheibe bleibt im Rahmen. Deshalb ist VSG für Überkopfverglasungen wie Glasdächer vorgeschrieben.

W

Wandanschluss

Die Verbindung des Wintergartens mit der Hauswand, meist über ein Wandanschlussprofil, das befestigt und gegen Schlagregen abgedichtet wird. Er ist eine der häufigsten Ursachen für Undichtigkeiten.

Warme Kante

Ein Abstandhalter im Randverbund von Isolierglas aus Kunststoff oder Edelstahl statt aus Aluminium. Er leitet weniger Wärme, hält den Glasrand wärmer und verringert Kondenswasser am unteren Scheibenrand.

Windlast

Die Kraft, die Wind durch Druck und Sog auf ein Bauteil ausübt. Sie wird nach DIN EN 1991-1-4 berechnet und bestimmt bei Glaswänden und Markisen Glasstärke, Profilquerschnitte und Befestigung.

Windwächter

Ein Sensor, der eine Markise oder ein motorisches Dachfenster bei starkem Wind automatisch einfährt oder schließt und so Schäden verhindert.

Windzone

Eine Einteilung Deutschlands in die Windzonen 1 bis 4 nach DIN EN 1991-1-4 mit nationalem Anhang. Küstennahe Gebiete liegen in höheren Zonen und verlangen stärkere Konstruktionen.

Wohnfläche

Die nach der Wohnflächenverordnung anrechenbare Fläche einer Wohnung. Ein allseits geschlossener Wintergarten zählt voll, wenn er beheizbar ist, und zur Hälfte, wenn er unbeheizbar ist.

Mehr dazu: Wohnfläche

Wohnwintergarten

Ein gedämmter, beheizter Wintergarten, der ganzjährig als Wohnraum genutzt wird, auch Warmwintergarten genannt. Er braucht thermisch getrennte Profile, Isolierglas und eine gedämmte Bodenplatte und ist in der Regel genehmigungspflichtig.

Mehr dazu: Warmwintergarten

Z

ZIP-Screen

Eine Senkrechtmarkise, deren Tuch seitlich mit einem Reißverschlussband in den Führungsschienen läuft. Dadurch bleibt es auch bei Wind gespannt und schließt dicht an den Seiten ab.

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Nicht jeder Fachbegriff hat dasselbe Gewicht. Beim Vergleich von Angeboten lohnt es sich, auf fünf Gruppen genau zu achten, weil sich hier Leistungen unterscheiden, die auf den ersten Blick gleich aussehen:

  1. Glas: Steht für das Dach ausdrücklich VSG im Angebot, und welche Verglasung ist in den Seiten vorgesehen, ESG oder Isolierglas?
  2. Dämmwerte: Sind beim beheizten Wintergarten Ug- und Uw-Werte genannt, und sind die Profile thermisch getrennt?
  3. Statik: Ist die Konstruktion für Ihre Schneelastzone und Windzone ausgelegt, und liefert der Hersteller den Nachweis?
  4. Anschlüsse: Sind Wandanschluss, Abdichtung und Entwässerung als Leistung beschrieben?
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Wer diese Punkte im Angebot wiederfindet, kann Preise sinnvoll vergleichen. Welche Fragen Sie vor der Anfrage klären sollten, zeigt der Ratgeber Wintergarten planen, die Preisspannen nach Typ stehen im Ratgeber Was kostet ein Wintergarten?.

Häufige Fragen zu Wintergarten-Begriffen

Was ist der Unterschied zwischen ESG und VSG?

ESG ist eine einzelne, thermisch vorgespannte Scheibe, die bei Bruch in kleine, stumpfe Krümel zerfällt. VSG besteht aus mindestens zwei Scheiben mit einer Folie dazwischen; bei Bruch haften die Splitter an der Folie und die Scheibe bleibt im Rahmen. Deshalb gehört VSG ins Dach, ESG in Seitenwände und Schiebeelemente.

Was bedeuten Ug, Uf und Uw beim Wintergarten?

Alle drei geben an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht, in W/(m²K). Ug gilt für das Glas in Scheibenmitte, Uf für den Rahmen und Uw für das ganze Fenster oder die ganze Tür. Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmung. Für beheizte Wintergärten nennt das Gebäudemodernisierungsgesetz Höchstwerte für Uw.

Was ist der Unterschied zwischen Sommergarten, Kaltwintergarten und Wohnwintergarten?

Der Sommergarten ist unbeheizt, meist mit Einfachglas, und wird von Frühjahr bis Herbst genutzt. Der Kaltwintergarten ist ebenfalls unbeheizt oder nur frostfrei temperiert. Der Wohnwintergarten ist gedämmt, beheizt und ganzjährig Wohnraum, mit thermisch getrennten Profilen, Isolierglas und meist einer Baugenehmigung.

Was heißt thermisch getrennt bei Wintergarten-Profilen?

Bei thermisch getrennten Aluminiumprofilen verbindet ein Kunststoffsteg die innere und die äußere Profilschale. Weil Kunststoff Wärme schlecht leitet, bleibt die Innenseite des Rahmens im Winter wärmer, und es bildet sich weniger Kondenswasser. Für einen beheizten Wintergarten ist das Voraussetzung, für einen Sommergarten nicht nötig.

Wozu braucht man ein Aufmaß, wenn die Maße schon bekannt sind?

Weil Hauswände selten exakt senkrecht und Terrassen selten exakt waagerecht sind. Beim Aufmaß misst der Hersteller die tatsächliche Einbausituation, prüft Untergrund und Wandanschluss und legt die Fertigungsmaße fest. Erst danach steht der verbindliche Preis fest.

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