Dieser Ratgeber konzentriert sich auf die Markise selbst: die beiden Bauarten, Tuch und Kassette, Wind und Antrieb, die Befestigung am Dach und die Positionen, die in einem vollständigen Angebot stehen sollten.
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Kurz gesagt
Eine Wintergarten-Markise gibt es als Aufdachmarkise über dem Glas und als Unterdachmarkise im Raum. Gegen Hitze wirkt die Aufdachmarkise deutlich besser, die Unterdachmarkise schützt vor Blendung und ist pflegeleichter. Am sichersten ist eine Markise, die zusammen mit dem Wintergarten geplant, vom selben Team montiert und mit Windwächter ausgestattet wird.
| Merkmal | Aufdachmarkise | Unterdachmarkise |
|---|---|---|
| Lage | außen, über dem Glasdach in Führungsschienen | innen, unter dem Glas zwischen oder an den Sparren |
| Hitzeschutz | hoch, Strahlung wird vor dem Glas abgefangen | gering bis mittel, Wärme ist bereits im Raum |
| Blendschutz | gut | gut |
| Wetter | Wind, Regen, Laub ausgesetzt | geschützt |
| Nutzung im Winter | bei Frost und Schnee eingefahren | ganzjährig nutzbar |
| Pflege | Tuch und Schienen regelmäßig reinigen | gering |
| Befestigung | Konsolen an den Sparren, statisch relevant | einfacher, oft gut nachrüstbar |
Qualitative Einordnung, keine Messwerte. Welche Markisen für ein Profilsystem freigegeben sind, steht in den Unterlagen des Herstellers.
Eine Gelenkarmmarkise über der Terrasse ist für ein Glasdach nicht geeignet. Sie ragt frei in die Luft, hat keine seitliche Führung und deckt die geneigte Dachfläche nicht ab. Eine Wintergartenmarkise dagegen läuft parallel zum Dach in zwei oder mehr Führungsschienen. Das Tuch wird über ein Spannsystem straff gehalten, damit es weder flattert noch Wassersäcke bildet. So lässt sich auch eine große Dachfläche mit mehreren Feldern gleichmäßig beschatten.
Die Markise ist eine Lösung für das Dach. Für senkrechte Glasflächen an der Front und an den Seiten kommen Senkrechtmarkisen und ZIP-Screens zum Einsatz, die der Ratgeber ZIP-Screen beschreibt. Einen Überblick über alle Beschattungsarten von innen und außen, also auch Plissees, Rollos und Raffstores, gibt der Ratgeber zur Wintergarten-Beschattung.
Liegt der Wintergarten nach Süden oder Westen und wollen Sie ihn auch im Hochsommer nutzen, führt an der Aufdachmarkise kaum ein Weg vorbei. Die Kassette sitzt meist am Hausanschluss oben, das Tuch läuft zur Rinne hin aus. Ein Abstand zwischen Tuch und Glas sorgt dafür, dass die warme Luft dazwischen abziehen kann. Bei guten Systemen schließt eine Kassette das eingefahrene Tuch vollständig ein und schützt es vor Regen und Verschmutzung.
Der Nachteil ist die Lage im Freien. Wind, Laub und Vogelkot belasten das Tuch, und bei Sturm muss die Markise eingefahren werden. Achten Sie im Angebot auf die Windwiderstandsklasse der Markise und darauf, dass ein Windwächter enthalten ist.
Die Unterdachmarkise wird unterhalb der Verglasung gespannt. Sie wirkt wie ein Himmel aus Stoff, dämpft das Licht und verhindert Blendung am Esstisch oder Bildschirm. Weil sie im Raum liegt, ist sie vor Wetter geschützt, das Tuch bleibt sauber, und sie lässt sich auch im Winter ausfahren, etwa als Sichtschutz nach oben.
Gegen Hitze wirkt sie schwächer, weil die Strahlung bereits durch das Glas gegangen ist. Ein Teil der Wärme staut sich zwischen Tuch und Scheibe. Eine gute Dachlüftung ist deshalb Pflicht, wie der Ratgeber zur Lüftung erklärt. Für Kaltwintergärten mit Sonnenschutzglas oder für Räume, die im Sommer ohnehin weit geöffnet werden, ist die Unterdachmarkise oft ein guter Kompromiss.
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Das Tuch ist mehr als eine Geschmacksfrage. Für Aufdachmarkisen werden formstabile Gewebe eingesetzt, etwa aus Glasfaser oder aus Polyester mit Beschichtung. Sie dehnen sich kaum und bleiben auch nach Jahren straff. Unter dem Dach sind zusätzlich Stoffe mit textiler Optik üblich.
Bei der Farbe gilt eine einfache Regel: Helle Tücher reflektieren mehr Sonnenstrahlung nach außen und halten mehr Wärme ab, lassen aber auch mehr Licht in den Raum. Dunkle Tücher wirken ruhiger, verringern Blendung und lassen den Blick nach draußen eher zu, nehmen dafür mehr Wärme auf. Fragen Sie den Hersteller nach dem Gesamtenergiedurchlass für die Kombination aus Tuch und Verglasung; dieser Wert ist aussagekräftiger als jede Farbbeschreibung.
Für den Motor braucht es einen Stromanschluss. Planen Sie die Kabelwege vor der Montage des Wintergartens ein; den Anschluss an die Hausinstallation führt ein eingetragener Elektrofachbetrieb aus.
Eine Aufdachmarkise wird mit Konsolen an den Sparren des Wintergartens befestigt. Diese Verbindung muss die Windkräfte sicher aufnehmen und darf die Dichtungen der Glasauflage nicht beschädigen. Deshalb gibt jeder Systemhersteller vor, welche Konsolen an welchen Profilen zulässig sind. Wird eine Markise ohne diese Freigabe nachträglich angeschraubt, kann der Hersteller des Wintergartens bei einer späteren Undichtigkeit die Gewährleistung ablehnen.
Am einfachsten ist es, wenn Wintergarten und Markise aus einer Hand kommen. Dann ist klar, wer für die Verbindung haftet. Bei unseren Partner-Herstellern wird die Beschattung je Projekt mit festgelegt; die Gewährleistung des Partnerbetriebs beträgt 5 Jahre auf Konstruktion und Montage, 10 Jahre auf die Pulverbeschichtung. Was bei einem Kauf im EU-Ausland sonst gilt, erklärt der Ratgeber Gewährleistung.
| Position | Darauf sollten Sie achten |
|---|---|
| Bauart und Lage | Aufdach oder Unterdach, Zahl der Felder |
| Maße | Breite und Ausfall passend zur Dachfläche |
| Tuch | Material, Farbe, Angabe zum Energiedurchlass |
| Kassette und Führung | geschlossene Kassette, seitliche Führungsschienen |
| Antrieb und Sensorik | Motor, Windwächter, gegebenenfalls Sonnensensor |
| Befestigung | Freigabe für das Profilsystem des Wintergartens |
| Montage und Elektrik | wer montiert, wer schließt an |
Steht die Markise nur als Pauschale „Beschattung“ im Angebot, fragen Sie nach diesen Details. Nur dann lassen sich zwei Angebote fair vergleichen. Die Richtpreise für den Wintergarten selbst finden Sie unter Preise für Wintergärten aus Polen.
Die Aufdachmarkise. Sie läuft außen über dem Glasdach und hält die Sonnenstrahlung ab, bevor sie das Glas erreicht. Eine Unterdachmarkise sitzt im Raum; die Wärme ist dann schon durch das Glas gekommen und muss über die Lüftung wieder hinaus. Für einen Wintergarten, der im Sommer genutzt wird, ist außen liegender Sonnenschutz deshalb die erste Wahl.
Wenn es Ihnen vor allem um Blendschutz und gedämpftes Licht geht, der Wintergarten nicht voll nach Süden liegt oder ein Sonnenschutzglas bereits einen Teil der Wärme abhält. Die Unterdachmarkise ist vor Wetter geschützt, bleibt sauber und lässt sich auch im Winter bedienen. Gegen starke Sommerhitze genügt sie allein meist nicht.
Ja. Jede Markise im Freien hat eine Windwiderstandsklasse, bis zu der sie ausgefahren bleiben darf. Darüber muss sie eingefahren werden. Ein Windwächter erledigt das automatisch und schützt Tuch und Mechanik auch dann, wenn niemand zu Hause ist. Bei Frost und Eis sollte die Markise ebenfalls eingefahren bleiben.
Für Aufdachmarkisen haben sich Gewebe aus Glasfaser oder Polyester mit PVC-Beschichtung bewährt, weil sie formstabil bleiben und wenig durchhängen. Unter dem Dach werden auch Acrylstoffe eingesetzt. Helle Tücher reflektieren mehr Sonnenstrahlung, dunkle blenden weniger und wirken von innen ruhiger. Fragen Sie nach dem Wert für den Gesamtenergiedurchlass, den der Hersteller für Tuch und Glas zusammen angibt.
Meist ja. Eine Unterdachmarkise ist am einfachsten nachzurüsten. Für eine Aufdachmarkise werden Konsolen an den Sparren befestigt; dafür muss die Konstruktion die zusätzlichen Lasten tragen, und die Befestigung darf die Dichtungen des Glasdachs nicht verletzen. Lassen Sie prüfen, ob der Hersteller Ihres Wintergartens die Befestigung freigibt, damit die Gewährleistung erhalten bleibt.
Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht. Der Preis hängt von der Breite und dem Ausfall, der Zahl der Felder, dem Tuch, dem Antrieb mit Sensorik und der Montage ab. Am günstigsten ist es, die Markise gleich mit dem Wintergarten anzufragen, weil Konsolen, Kabelwege und Montage dann in einem Arbeitsgang erledigt werden.
Wer seinen Wintergarten im Sommer nutzen will, plant die Aufdachmarkise mit Windwächter gleich mit ein. Die Unterdachmarkise ist eine gute Ergänzung oder eine Lösung für Räume, in denen Blendung das größere Problem ist. Für Terrassendächer gelten ähnliche Regeln, dort kommt das Lamellendach als Alternative hinzu; mehr dazu im Ratgeber Sonnenschutz für die Terrassenüberdachung. Alle Themen finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.
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